1. Platz für Projekt „Energiesparen"
Umweltschutzpreis verliehen / Wettbewerb „Naturnaher Garten" stieß auf große Resonanz

hobö Wenden. Aktiver Umweltschutz und die Pflege der Natur werden in der Gemeinde Wenden groß geschrieben. Diesen Eindruck erweckt jedenfalls Jahr für Jahr die Verleihung des Umweltschutzpreises. Jung und alt nehmen als Einzelpersonen oder als Gruppe engagiert an dem Wettbewerb teil. „Und jeweils bestaunen wir die erstaunlichen Ergebnisse", frohlockte Bürgermeister Peter Brüser am Mittwochabend. Er tat dies bei der feierlichen Verleihung des Umweltschutzpreises 2006 und der Preisvergabe im Wettbewerb „Naturnaher Garten" im voll besetzten Ratssaal des Wendener Rathauses.

Brüser hob in seiner Begrüßung die besondere Bedeutung des Umweltschutzes hervor. Als besonders wichtig erachte er diesen mit Blick auf kommende Generationen. Die Einbindung von Kindern und Jugendlichen in den Wettbewerb gewinne vor diesem Hintergrund besondere Bedeutung, da sie das Gelernte womöglich ihr ganzes Leben lang umsetzen würden. Der Bürgermeister dankte den Juroren, die keine leichte Aufgabe gehabt hätten, die zahlreichen Bewerbungen zu sichten und zu bewerten. Den Jury-Vorsitz bei beiden Wettbewerben hatte Jochen Sauermann inne. „Gute Gewohnheit" ist laut Brüser ferner, dass der Energiekonzern RWE seit Jahren 1000€ Preisgeld stiftet.

Am 1. und 2. September dieses Jahres fand die Bewertung der für den Wettbewerb „Naturnaher Garten" gemeldeten Gärten statt. Insgesamt hatten sich 14 Teilnehmer gestellt. Die Preisträger wurden von einer mit sechs Personen besetzten Jury ermittelt. Bei der Bewertung der Gärten wurden einheitliche Kriterien und ein einheitlicher Bewertungsbogen eingesetzt. Die konsequente Handhabe dieser Hilfsmittel führte letztendlich zu einer weitestgehend objektiven Beurteilung der Gärten.
Der Obst- und Gartenbauverein Hünsborn erhielt einen mit 100 € dotierten Sonderpreis. Der 3. Preis ging an Stephan Junge aus Hünsborn (100 €), Platz 2 und 150 € fielen Magdalene und Helmut Dummer aus Gerungen zu. Den 1. Rang belegte die Familie Marianne und Fritz Schmidt aus Möllmicke und erhielt hierfür 250 €. Einen Eindruck der schmucken Gärten gewannen die Gäste der Preisverleihung bei einer Dia-Schau.

Im Wettbewerb um den Umweltschutzpreis der Gemeinde Wenden hat der Umweltausschuss der Kommune die Preisträger bestimmt. Den 1. Preis (500 €) erhielt die Projektgruppe „Betreuung 8-13" und „Ganztagsbetreuung" der Biggetal-Grundschule Rothemühle für ihr Projekt „Energiesparen". Die Schülerinnen und Schüler haben sich intensiv mit dem Thema Energie beschäftigt. Sie haben Energieformen erkundet, Energiequellen ermittelt und den Verbrauch sowohl im häuslichen als auch im schulischen Bereich gemessen. Anschließend forschte man nach Einsparpotential und setzte die Ergebnisse soweit wie möglich in die Tat um. Über das Projekt verfasste die Gruppe eine, so die wörtliche Begründung für die Preisvergabe, „anspruchsvolle und umfangreiche Dokumentation". Die Kinder hätten zum Abschluss des Projektes für sich erkannt, dass sie die großen Zukunftsprobleme der Menschheit wie Ozonloch, Klimawandel und Umweltverschmutzung nicht lösen, jedoch durch kleine Beiträge zur Energieeinsparung zu deren Lösung beitragen könne. Ihr Motto hierzu heißt „Energie - Geiz ist geil."

Der Katholische Kindergarten „St. Michael" Wenden erhielt den mit 300 € dotierten 2. Preis für das Projekt „Wasser". Während des Projekts haben die Mädchen und Jungen mit den verschiedener Erscheinungsformen des Wassers experimentiert und dabei beispielsweise erkannt, dass manche Dinge von Wasser getragen werden, andere wiederum nicht. Im Kindergarten wurde der Wasserkreislauf erforscht und in einem „Umweltlabor" eine Mini-Wasser-Kläranlage entwickelt. Die Teilnehmer erkannten, wie wichtig Wasser für das Leben ist und fanden verschiedene Ideen und Möglichkeiten zur Einsparung von Wasser. Damit diese Ideen nicht verloren gehen und die Nachhaltigkeit des Projektes gesichert ist, wurde ein Spiel entwickelt, dessen Ziel es ist, möglichst sorgsam mit Wasser umzugehen und am Ende die größtmögliche Wassermenge übrig zu behalten.

Den 3. Preis und somit 200 € erhielt der Kindergarten „St. Antonius von Padua" Hillmicke für das Projekt „Das Leben im Wasser in und um Hillmicke". Die Kinder haben sich mit dem Leben in den Bächen in und um Hillmicke beschäftigt. Am Beispiel einiger heimischer Fische lernten sie, wie die Fische aussehen, was sie zum Leben brauchen und in welchen Gewässern sie vorkommen. Die Gruppe erarbeitete, ob und welche der Fische in ihrem Bestand gefährdet sind und worin diese Gefährdung besteht. Zum Abschluss des Projektes wurden in den Gewässern rund um die Ortschaft Edelkrebse ausgesetzt.

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Die Schüler der Projektgruppe „Betreuung 8 bis 13" wurden mit dem ersten Preis (500 Euro) beim diesjährigen Umwelt-Schutzpreis ausgezeichnet.
 

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