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Kinder erforschen den Wendebach |
| Projektleitung steht Schülern kompetent zur Seite |
WENDEN,
(wp) Die Grundschule Wenden, die Angelschule Clemens und die
Fischereigenossenschaft Wenden haben ein gemeinsames Projekt am
Wendebach gestartet.
In diesem Jahr haben die Teilnehmer an zwei verschiedenen Terminen, im
Frühjahr und im Sommer, nachgeschaut, wie sich der Fischbestand im
Wendebach entwickelt hat. Bei dieser Gelegenheit wurde den Kindern der
Eisvogel, die Wasseramsel, der Edelkrebs und die Teichmuschel an Hand
von Präparaten vorgestellt.
Unterricht am Bachufer
Mit Begeisterung der Grundschulkinder und deren Lehrern Hildegard
Clemens Hetzel und Michael Grütz sowie dem ersten Vorsitzenden des
Angelvereins Wenden, Erich Clemens, und den Vorstandsmitgliedern der
Fischereigenossenschaft Wenden, Jochen Sauermann, Willi Stuff und
Antonius Rumpf, sowie dem Fischereiberater des Kreises Olpe, Manfred
Hesener, wurde an der kleinen Brücke an der Uferstraße der etwas andere
Unterricht abgehalten.
Mittels eines modernen Elektrofischfang-Gerätes wurde der Bach
systematisch von Möllmicke bis zum Rathaus in Wenden befischt. Dazu
sind außerhalb dieser Veranstaltung nur Personen berechtigt, die dazu
eine entsprechende Prüfung abgelegt haben. Dieses stellte jedoch kein
Problem dar, denn alle drei Initiatoren erfüllen diese Voraussetzung.
Seltene Kleinfische
Und so bekamen die kleinen Grundschüler ausnahmsweise ganz
Erstaunliches zu Gesicht: Insgesamt wurden 18 Fischarten in dem
Streckenabschnitt nachgewiesen. Besonders erfreulich war der Fund von
seltenen Kleinfischen wie Mühlkoppe, Schmerlen, Neunaugen,
Schlampeitzgern, Gründlingen, Elritzen, Bitterlingen und Stichlingen
sowie der Nachweis von kleinen, erst wenigen Monaten alten Edelkrebsen.
Diese kleinen Krebse beweisen den Erfolg des Projekts mit den
Kindergärten aus Möllmicke und Wenden, das in den vergangenen Jahren in
die Wege geleitet worden ist: In dieser Zeit wurden mehrere hundert
Krebse mit den Fachleuten Erich Clemens und Gerd Feldhaus aus Albaum
ausgesiedelt. Außerdem wurden zahlreiche Insekten, darunter die
Köcherfliege, die Steinfliege, Bachflohkrebse und Würmer gefunden,
deren Grundlage sauberes Wasser sein muss. Auch wenn an einigen Stellen
Unrat im Wasser lag, ändert sich dadurch die Wasserqualität nicht.
Anschließend informierten die Projektleiter die aufmerksamen Schüler
ausführlich über die Fische, Salamander und Krebse. So erfuhren die
Kinder unter anderem, dass die Salamander und Krebse zu den ältesten
Lebewesen gehören, dass sie nachtaktiv sind und dass sie sich
räuberisch von Wirbellosen Tieren, kleinen Fischen und Fröschen,
Schnecken und Würmern ernähren.
Über die Gewässeruntersuchung wurde ein Begehungsprotokoll angefertigt,
das zur Kartierung an die obere Fischereibehörde weiter- geleitet
wurde. |
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