|
SPD gegen Zwei-Klassen-Ganztag |
In Rothemühle kostet Betreuung 50 € / In übrigen Schulen sollen 103 € berappt werden
win Wenden. Dringenden Handlungsbedarf sehen die Mitglieder der
Wendener SPD in Sachen „Offene Ganztagsgrundschule". Nach langem Zögern
sollen alle Grundschulen in der Gemeinde zu offenen
Ganztagsgrundschulen werden (die SZ berichtete). Während das Angebot an
der Biggetal-Grundschule Rothemühle jedoch schon läuft und vom
Elternverein der Einrichtung getragen wird, ist vorgesehen, dass das
Ganztagsangebot an den Schulen in Wenden, Gerlingen, Hünsborn und
Ottfingen von der Gemeinde selbst übernommen wird - mit der Folge, dass
die Ganztagsbetreuung in Rothemühle 50 €, an den übrigen Schulen 103€
pro Monat kosten soll, so Jochen Sauermann, Vorsitzender sowohl der
Wendener SPD als auch des Elternvereins.
Das könne nicht angehen: Eine solche Preisspanne, so Sauermann, werde
dazu führen, dass das Ganztagsangebot an den übrigen Schulen nicht
angenommen werde. Es sei nötig, dass die Gemeinde die vom Land
geforderten Eigenmittel einbringe und damit den Monatsbeitrag auf 70 €
drücke. Diese Spanne sei vermittelbar, weil in Rothemühle durch den
Einsatz der Eltern keine Verwaltungskosten gedeckt werden müssten. „Wir
wollen schon einen Wettbewerb zwischen den Ganztagsangeboten der
Grundschulen, aber über das Programm, nicht über den Preis." Die
Sozialdemokraten wollen diese Änderung in die Haushaltsdiskussion
einbringen.
Am Mittwoch bezogen Sauermann sowie Fraktionschef Robert Dornseifer und
die Ratsmitglieder Reinhard Jung (MdL) und Lutz Schabelon im Rahmen
eines Pressegesprächs zum Jahresende Stellung zu unterschiedlichen
Themen, wobei diese Ganztags-Problematik im Mittelpunkt stand.
Ein weiteres Thema war die Gewerbeflächenpolitik. Das geplante
interkommunale Gewerbegebiet mit Kreuztal zwischen den Orten
Altenwenden und Osthelden sei eingestielt, die Entscheidung liege nun
bei der Bezirksregierung. Allerdings müsse klar sein, so Dornseifer,
dass dieses Gebiet nur kommen könne, wenn es über eine Abfahrt von der
HTS erschlossen werde. „Wir gehen davon aus, dass es sich rechnet. Wenn
es kommt, dann wird es den Bedarf an Gewerbeflächen für die nächste
Generation decken", hofft Dornseifer.
In Sachen Autobahn-Lärmschutz gebe es Hoffnung durch einen Sonderfonds,
der von der Bundesregierung verwaltet werde. Der Kreuztaler
Bundestagsabgeordnete Willi Brase sei deshalb bei
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) vorstellig geworden, um
etwas für die Kommunen entlang der Sauerlandlinie zu erreichen.
Entsprechende Unterschriftenlisten aus Ortungen und Hünsborn hätten
Brase die Sache deutlich erleichtert. Allerdings sei auch für Gerlingen
Handlungsbedarf gegeben. Dornseifer betonte ausdrücklich, dass die CDU
beim Einsatz für den Lärmschutz mit der SPD an einem Strang gezogen
habe. Die Entscheidung liege nun in Berlin.
In Sachen Autobahnbeschilderung sei durch den Protest aus der Gemeinde
Wenden zumindest erreicht, dass aus allen Richtungen wieder auf die
Abfahrt Wenden hingewiesen werde. Dennoch, so Jochen Sauermann, müsse
der Straßenbaulastträger tätig werden, um die Wegweisung auf der
Autobahn 4 von Köln kommend zu verbessern.
Weiterhin will die SPD sich dafür einsetzen, den
Bürgerinnen und Bürgern überflüssige Fahrten nach Olpe zu ersparen.
Ähnlich wie die Gemeinde Finnentrop es praktiziere, soll auch in Wenden
das Um- und Anmelden von Autos auch im Rathaus erledigt werden können,
und zwar in allen Fällen, in denen kein neues Nummernschild nötig ist.
Dies ist etwa bei Fahr-zeugstilllegungen, Löschungen, Wiederzulassungen
von zuvor im Kreis Olpe angemeldeten Fahrzeugen, Änderungen der Person
oder der Anschrift des Fahrzeughalters der Fall. „Ein solcher Service
wäre unserer Meinung nach eine Bereicherung und ein Pluspunkt für die
Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde", so Reinhard Jung.
Jochen Sauermann will zudem beantragen, dass ein mobiles Bürgerbüro
eingerichtet wird, das hilfs- und pflegebedürftige Personen einmal im
Monat besucht und ihnen Behördengänge abnimmt. In anderen Gegenden
Deutschlands seien solche mobilen Büros mit Erfolg im Einsatz, so
Sauermann.
Lutz Schabelon hatte sich das Thema „Sicherheit" vorgenommen. Die
Polizeipräsenz in der Gemeinde Wenden werde subjektiv immer karger,
besonders in den kleinen Ortschaften. Dies müsse anders werden. Wenn
die Polizei in Olpe bzw. das Innenministerium in Düsseldorf keine
Besserung zusagen könne, dann müsse die Gemeinde selbst tätig werden,
indem das Ordnungsamt entsprechend aufgestockt werde. Sauermann
ergänzte, der Einsatz von Politessen sorge durch deren Präsenz bereits
für ein Absinken der Kriminalitätsrate.
Abschließend weist die SPD Wenden daraufhin, dass die Bürgerinnen und
Bürger zum einen zum Jahresende ihre Zählerstände bei Strom und Gas
festhalten sollten, um die ab dem 1. Januar steigende Mehrwertsteuer
nicht für den gesamten Abrechnungszeitraum zu bezahlen. Zudem, so
Sauermann, habe sich bei der SPD-Bürgersprechstunde herausgestellt,
dass viele Bürger, die eine Riester-Rente abgeschlossen haben, die
Prämie für 2004 noch nicht beantragt hätten. Diese Frist ende am 31.
Dezember. Die Anträge könnten bei den Banken oder Versicherungen
gestellt werden. Immerhin gehe es um 76 € für den Antragsteller und 92
€ pro Kind.
|
Mitglied bei der SPD-Wenden werden
Werden Sie heute Mitglied der SPD und helfen Sie mit, Deutschland zukunftsfähig zu machen. weiterlesen...
Partnerlinks
Hier finden Sie nuetzliche Links und Informationen zu Verbraucherthemen und befreundeten Internetseiten. weiterlesen...
|
Spiel Und Spaß Am Samstag
BürgerBus Wenden

|