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7,2 Prozent mehr für Müll |
Auch Abwassergebühren steigen in Wenden
Von Roland Vossel
WENDEN.
Für eine hitzige Debatte sorgte im Wendener Rat die Erhöhung der Sperrmüllabfuhr von 22 auf 30 Euro.
Eigentlich war der CDU-Antrag bereits im Umweltausschuss mit großer
Mehrheit beschlossen worden. Hintergrund des Antrages der Wendener
Union: Durch die höhere Gebühr für den Sperrmüll kann die Grundgebühr
gesenkt werden. Torsten Hilkenbach (CDU) hatte dabei das
Verursacherprinzip hervorgehoben. Folge: Die Müllgebühren steigen ab 1.
Januar 2008 insgesamt um 7,2 Prozent statt um 8,2 Prozent.
Jochen Sauermann (SPD) bezeichnete dies als „Taschenspielertrick". Es
bestünde die Gefahr wilder Müllentsorgung. Bei allen Nachbarkommunen
sei der Sperrmüll in der Gebühr enthalten. „Wenn wir nach dem
Verursacherprinzip gehen wollen, dann schickt die Rechnung an Melcher",
forderte Sauermann. Das rief Kunibert Kinkel (CDU) auf den Plan: „Dann
hätten wir auch das Hochwasser in Schönau berücksichtigen müssen. Der
Kreisdirektor kann nicht für so viel Regenwasser." Hätte Melcher nicht
den Mülltourismus praktiziert, der 36 Millionen Euro Deckungsbeitrag
gebracht habe, wäre die Gebühr noch viel höher. Es sei unfair, Theo
Melcher derart anzugehen, so Kunibert Kinkel.
Bei 10 Gegenstimmen der SPD folgte der Rat am Ende dem Beschluss des
Umweltausschusses: Erhöhung um 7,2 Prozent und 30 statt 22 Euro für
Sperrmüll. Zudem soll Bürgermeister Brüser Gespräche mit dem Kreis
führen zwecks möglicher Minderung der Kosten für den Abfall.
Geräuschloser ging gestern Abend im Rat die Erhöhung der
Abwassergebühren um 9 Prozent ab kommendem Jahr über die Bühne, die
bereits der Werksausschuss beschlossen hatte (WP berichtete).
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