„Kandidatur wäre falscher Ehrgeiz"
Sauermann: Nein zu Brüssel und Berlin

Wenden/Kreisgebiet. (alex) Rückschlag für die Kreis-SPD bei der Suche nach einem eigenen Europa- und Bundestagsabgeordneten: Der vom Kreisvorsitzenden Bernd Banschkus ins Gespräch gebrachte Wendener SPD Chef Jochen Sauermann will nicht kandidieren.

„Es sind nicht nur politische, sondern auch persönliche Gründe, die mich zu dieser Absage bewogen haben", betonte Sauermann am Donnerstagabend. Beide Posten hätten „unmittelbar Einfluss auf den Lebensmittelpunkt der Familie", so der Vater von vier Kindern, der dem Wendener Land nicht den Rücken kehren will.
Auch auf seine ehrenamtliche Tätigkeit in verschiedenenen Organisationen und Vereinen will Jochen Sauermann nicht verzichten.

„Ich habe das Glück, mit vielen Menschen, die ich sehr schätze, zusammen zu arbeiten." Sauermann ist unter anderem Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverbandes Rothemühle/Heid und des Elternvereins der Biggetal-Grundschule in Rothemühle.

Last not least ist es der SPD-Ortsverein, der Sauermann in Wenden hält: „Das, was wir hier zusammen aufgebaut haben, könnte ich nicht in der Art und Weise unterstützten, wie es jetzt der Fall ist." Gleichzeitig kündigte der Sozialdemokrat an, sich im kommenden Jahr erneut um die Führungsposition der Wendener SPD zu bewerben. Sauermanns Fazit: Eine Kandidatur für Brüssel oder Berlin wäre „falscher Ehrgeiz".

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Will weder nach Berlin noch nach Brüssel: Jochen Sauermann. (WR-Bild: M.Alexander)
 

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