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Leserbrief zum Schülerfahrverkehr und Schulsystem in NRW / |
| Betr.: Leserbrief von Herrn Schrage am 19.11.07 |
Die
Argumente die Herr Schrage in seinem Leserbrief aufführt begrüße ich.
Allerdings muss noch einmal klar gestellt werden, welche Fraktion für
die so genannte „Busnetzoptimierung“ gestimmt hat, und welche nicht.
Fakt ist, dass die Kreistags-SPD geschlossen dagegen gestimmt hat. Das
hat im Übrigen nichts mit Nachkarten zu tun, sondern mit W a h r h e i
t. Ich hoffe, dass die CDU mit der Wahrheit keine Probleme hat….
In diesem Zusammenhang erinnere ich an die Presseinformation vom
10.11.06 des Kreistagsmitgliedes Sabine Borchers. Sie hat in dem
Beitrag „Geldeinsparen-Gebot der Stunde?“ die Position der SPD im Kreis
in Sachen „Busnetzoptimierung“ dargestellt. An dieser Position hat sich
nichts geändert.
Ich möchte aber noch einen weiteren Punkt von Herrn Schrage aufgreifen.
Und zwar: „Der Pisa-Schock und die Folgen.“ Der damalige Bundeskanzler
Gerhard Schröder hat nach den Ergebnissen der Pisa- Studie sofort
reagiert, und 4 Milliarden Euro in den Ausbau von Ganztagsschulen
gesteckt. Das alleine reicht natürlich noch nicht aus, da jährlich ca.
70-100.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen. Für die 3.
größte Industrienation der Welt, ein nicht akzeptabeler Zustand.
Man muss also das Schulsystem w e i t e r entwickeln. Dies bescheinigen
viele voneinander unabhängige Institutionen. Unter anderen „Das
Institut der deutschen Wirtschaft“ und der „UN Sonderberichterstatter
(Bildung)“. Alle kritisieren, dass die Schüler in der BRD zu früh (mit
10 Jahren) in verschiedene Schulformen aufgeteilt werden. Man empfiehlt
die Aufteilung nach frühestens 6 Schuljahren.
Und wie reagiert der „Landesvater“ von NRW? Herr Rüttgers lobt nach wie
vor das „Dreigliedrige Schulsystem“ und lässt alle Gegenargumente außen
vor. Er handelt nach der Devise „Augen zu und durch!“
Die SPD möchte dagegen allen Kindern die beste Bildung ermöglichen.
Daher muss das Bildungssystem in NRW reformiert werden. Wann wird die
CDU an dieser Stelle endlich wach?
Die SPD steht auf jeden Fall für Chancengerechtigkeit anstatt für soziale Auslese!
Ludger Reuber
Vorsitzender des Kreisverbandsausschusses,
der SPD im Kreis Olpe
Springerweg 9
57482 Wenden
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