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Müll und Kanal: Familie zahlt fast 60 mehr |
Gemeinde Wenden erhöht Gebühren
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Wenden, (-ws-) Deutlich steigende
Gebühren für Abwasser und Müllentsorgung werden den Wendener Einwohnern
beschert. Der Gemeinderat gab gestern Abend grünes Licht für die
Gebührenerhöhungen.
Die Abwassergebühr steigt 2008 um knapp 9 Prozent von 3,12 auf 3,40
Euro je Kubikmeter. Für einen 4-Personen-Haushalt (160 cbm Abwasser im
Jahr) bedeutet die Anhebung Mehrkosten von 44,80 Euro/Jahr. Wer nur
Schmutzwasser einleitet, zahlt 3,06 statt 2,81 Euro je Kubikmeter. „Das
ist eine stattliche Erhöhung, aber wir kommen nicht darum herum", so
Franz-Josef Henke (CDU). „Das ist für niemanden erfreulich, aber wir
tragen das mit der Faust in der Tasche mit", meinte Robert Dornseifer
(SPD).
Während es bei der Abwassergebühr ein einstimmiges Votum gab, sorgte
die Erhöhung der Müllgebühren für reichlich Diskussionsstoff. Die SPD
stieß sich vor allem daran, dass auf CDU-Antrag die Gebühr pro
Speermüll-Abfuhr von 22 auf 30 Euro erhöht werden sollte, um im
Gegenzug die Grundgebühr etwas zu senken. Eine solche Anhebung von mehr
als 35 Prozent sei „eine Einladung zur Schaffung wilder Müllkippen",
befürchteten die SPD-Ratsherren Jochen Sauermann und Jürgen Ernst.
Bürgermeister Peter Brüser und CDU-Fraktionschef Kunibert Kinkel
verwiesen hingegen darauf, dass durch die höhere Sperrmüll-Gebühr das
Verursacherprinzip umgesetzt werde und nur derjenige bezahle, der auch
die Sperrmüll-Abfuhr in Anspruch nehme. Gegen die Stimmen der SPD
verabschiedeten CDU, UWG und Grüne das neue Gebührenpaket, das
niedrigere Grundgebühren und höhere Rest- und Biomüllgebühren
beinhaltet. Eine vierköpfige Familie zahlt 2008 im Schnitt 214 statt
bisher 199,50 Euro - ein Plus von 7,2 Prozent.
Kritik vor allem seitens der SPD wurde an der Gebührenkalkulation des
Kreises und den Mehrkosten für die Sickerwasserentsorgung der
Zentraldeponie geübt. Während der SPD-Antrag, Rechtsmittel gegen den
Gebührenbescheid des Kreises zu prüfen, abgelehnt wurde, fand der
Antrag, der Bürgermeister solle mit der Kreisverwaltung über die
Gebührenkalkulation rede, breite Zustimmung.
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