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SPD will Familien fördern |
| Erneuter Anstoß in Sachen Kindergarten-Fahrtkosten |
win
Wenden. Die durch die sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen glänzende
finanzielle Situation der Gemeinde Wenden soll nach Meinung der SPD
unter anderem genutzt werden, um Familien zu entlasten.
Im Rahmen der seit einigen Jahren traditionellen Pressekonferenz von
SPD-Ortsverein und Gemeinderatsfraktion kündigte Robert Dornseifer,
Vorsitzender der SPD im Wendener Gemeinderat, am Donnerstag im Gasthof
„Zur alten Schmiede" eine Initiative an, um die Eltern von
Kindergarten- und Grundschulkindern besserzustellen. Um dem
demografischen Wandel entgegenzuwirken, der in einigen Jahren in der
Gemeinde Wenden überproportional zu Buche schlagen werde, will die SPD
dafür sorgen, dass die Gemeinde Fahrtkosten für integrativ beschulte
Kinder übernimmt. Es handelt sich derzeit um elf Kinder.
Weiterhin wollen die Sozialdemokraten, dass noch einmal über die
Bezuschussung des offenen Ganztagsangebots an den Grundschulen in der
Gemeinde nachgedacht wird. Angesichts deutlicher Differenzen
hinsichtlich der Nachfrage an den drei Ganztagsgrundschulen solle
erneut diskutiert werden, die Betreuungskosten einschließlich
Mittagessen bei 70 Euro pro Monat zu deckeln. In Rothemühle wird diese
Summe nicht überschritten, dort nutzen 28 Prozent der Kinder das
Ganztagsangebot. In Gerlingen und Wenden sind nur acht bis neun Prozent
der Kinder in Ganztagsbetreuung; dort liegen die Kosten bei rund 100
Euro. Sicherlich trügen zum Erfolg der Ganztagsgrundschule Rothemühle
auch das Konzept und die Schulleitung bei, dennoch solle erneut darüber
diskutiert werden, durch eine Deckelung auf 70 Euro das Ganztagsangebot
auch Kindern aus sozial schwachen Familien attraktiv zu machen.
Ähnliches gelte für die Fahrtkostenzuschüsse für Kindergartenkinder.
Dabei gehe es auch um den Erhalt der dörflichen Struktur der Gemeinde.
Eltern von Kindern aus „Flächendörfern" wie der „Bins" oder dem Raum
Römershagen dürften nicht benachteiligt sein. Der Haushaltsansatz von
20000 Euro solle auf 50 000 Euro aufgestockt werden. Andere notwendige
Investitionen, etwa die Sanierung der Kunstrasenplätze, seien wichtig
und würden von der SPD unterstützt, so Dornseifer. Dennoch dürften die
Förderung von Schul- und Kindergartenkindern nicht außer acht gelassen
werden.
Einkaufsservice für Senioren
Vier Hünsborner wollen Lebensqualität erhalten helfen
win Hünsborn. Vier Hünsborner planen, einen Einkaufsservice für ältere
Menschen einzurichten, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Inge Bruch,
Marita und Hans David sowie Lutz Schabelon haben sich ein
entsprechendes Angebot der Kreuztaler Arbeiterwohlfahrt angesehen und
sind überzeugt, dass auch in Hünsborn ein solches Angebot Freunde
finden könnte. Ziel ist, dass älteren Menschen auch bei eingeschränkter
Mobilität die Lebensqualität erhalten wird, die sie gewöhnt sind.
An jedem Donnerstag zwischen 10 und 11 Uhr können die Bestellungen
unter Tel. (02762) 690203 aufgegeben werden. Erledigt werden die
Einkäufe am selben Tag zwischen 15 und 17 Uhr, und zwar in allen
Hünsborner Geschäften einschließlich der Apotheke. Für einen
symbolischen Aufpreis von l Euro pro Einkauf, der zur Deckung der
Unkosten beitragen soll, werden die Waren dann zu den Senioren
gebracht. Vor allem in der Winterzeit bei Schnee und Glatteis hoffen
die Initiatoren auf regen Zuspruch. Bei entsprechender Nutzung soll
geprüft werden, das Angebot auf andere Orte in der Gemeinde Wenden
auszudehnen.
Sauermann bleibt seinen Wurzeln treu
Abstand von Bundestags- oder Europakandidatur
win Rothemühle/Wenden. Jochen Sauermann, SPD-Ortsvereinsvorsitzender,
stellv. Bürgermeister und aktiv in zahlreichen Vereinen und Verbänden,
bleibt in der Gemeinde Wenden politisch aktiv. Im Rahmen der jährlichen
SPD-Pressekonferenz zum Jahresende gab er am Donnerstag im Gasthof „Zur
alten Schmiede" bekannt, dass er die Bitte des SPD-Kreisvorsitzenden,
Bernd Banschkus, sich um die Position eines Bundestags- oder
Europaabgeordneten zu bewerben, abschlägig beschieden habe.
Zum einen scheide eine Kandidatur aus familiären Gründen aus, weil
sowohl Bundestags- als auch Europamandat unmittelbaren Einfluss auf den
Lebensmittelpunkt der Familie nach sich ziehen würde. Als Vater von
vier Kindern habe er sich gegen einen solchen Schritt entschieden.
Weiterhin wolle er weiterhin bei Fischereigenossenschaft,
Arbeiterwohlfahrt, VdK, Wasserbeschaffungsverband,
Grundschul-Elternverein und Kindergarten aktiv bleiben, wo zum Teil
Neuwahlen anstünden. Zudem fühle er sich dem SPD-Ortsverein und den
Mitgliedern sehr verbunden.
„Das, was wir hier zusammen aufgebaut haben, könnte ich nicht mehr in
der Art und Weise unterstützen, wie ich es jetzt tue." Auch hier
stünden 2008 Neuwahlen an, und er wolle den Weg der vergangenen Jahre
weitergehen.
Er freue sich darauf, mit den 364 Mitgliedern zusammen am 12. März in
der Möllmicker Dorfgemeinschaftshalle das 50-jährige Bestehen des
SPD-Ortsvereins Wenden zu feiern.
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