„Berechtigte Aufregung"
Beschwerdetag der SPD / Fragen aus allen Lebensbereiche

sz Wenden. „Auch auf dem diesjährigen Beschwerdetag der SPD Wenden wurden wieder zahlreiche Themen von Bürgerinnen und Bürgern angesprochen", teilt der Ortsverein in einer Presseerklärung mit. Vom Schülerfahrverkehr über Pflegeversicherung, Arbeitslosengeld, Rentenfragen, Bundeswehr, Kompost bis hin zu Problemen mit Versicherungen seien Missstände beklagt und Fragen aus allen Lebensbereichen gestellt worden.

Der seit Sommer geänderte Schülerfahrverkehr sowie die Überfüllung der Busse sorgen laut SPD immer noch für „berechtigte Aufregung". Schülerinnen und Schüler aus Heid und Rothemühle „kommen sich für dumm verkauft vor". Seien es bisher die Heider Kinder gewesen, die sich einen nicht vorhandenen Platz im Bus suchen mussten, seien es jetzt die Rothemühler Kinder, die durch die umgekehrte Anfahrt der Ortschaften das Nachsehen hätten. Diesen „paradoxen Sachverhalt" nahm der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Olpe, Thomas Förderer, kopfschüttelnd zur Kenntnis und versprach, sich umgehend um die Angelegenheit zu kümmern.

Beim Thema Studiengebühren sowie Abitur nach zwölf Jahren sagte der Landtagsabgeordnete Reinhard Jung den jungen Menschen seine Unterstützung zu: „Es bleibt dabei: Bildung darf keine Sache der Geldbörse sein. Im Falle eines Wahlsieges bei den nächsten Landtagswahlen werden die Studiengebühren wieder abgeschafft."
„Was es für die Kinder in der Praxis bedeutet, Abitur nach der zwölften Klasse zu machen, hat wohl keiner bedacht. Die Kinder haben heute schon zu funktionieren. Spielen und individuelle Freizeitgestaltung ist bei der derzeitigen Ausgestaltung der Lehrpläne nicht mehr möglich. Abitur nach der zwölften Klasse ist kinderfeindlich. So haben beispielsweise Kinder der fünften Klassen an den Gymnasien teilweise bis zu acht Schulstunden. Viele haben anschließend noch eine lange Busfahrt in Kauf zu nehmen bevor sie dann zu Hause noch ihre Schulaufgaben erledigen müssen", bemängelte SPD-Ratsfrau Astrid König-Ostermann.

In Sachen Müll wurden einige Fragen nach der Eigenkompostierung gestellt. „Wer seinen Biomüll kompostiert, sollte dies bei der Gemeindeverwaltung anmelden", rät Hans-Jürgen Ernst allen Interessierten. „In der Gebührenrechnung werden dann 15,34 Euro gutgeschrieben."

Ein Thema, das derzeit kaum Beachtung findet, wurde von zwei jungen Bundeswehrsoldaten angesprochen, die sich von der Öffentlichkeit teilweise im Stich gelassen fühlen bzw. ihren Einsatz nicht anerkannt sehen und dieses dem Vorsitzenden der SPD Wenden mitteilten. „Man mag über einige Einsätze der Bundeswehr geteilter Meinung sein, aber der Dienst in der Bundeswehr verdient Respekt und Anerkennung. Die Wehrpflichtigen übernehmen nicht nur die Mitverantwortung für den Schutz unseres Gemeinwesens, sondern leisten auch in Katastrophenfällen, wie z.B. Hochwasser, einen hervorragenden Einsatz für die Bevölkerung. Im Namen der SPD Wenden möchte ich den Bundeswehr-Soldaten im Allgemeinen und im Besonderen natürlich den Wehrdienstleistenden aus der Gemeinde Wenden meinen Dank für ihren Einsatz aussprechen", sagte Jochen Sauermann.

Mit den Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger über die verschiedenen Institutionen wie Behörden, Versicherungen, Krankenkassen und Krankenhäusern wollen sich die Funktionsträger der SPD direkt an entsprechender Stelle auseinander setzen.
 
 

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