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Gerechtigkeit, Gewerbegebiet, Gemeindewerke |
| SPD Wenden blickte zurück und voraus |
Wenden,
(-ws-) Lokale Themen und auch die „große" Politik und die Sorge um
soziale Gerechtigkeit prägten gestern Mittag das traditionelle
Pressegespräch der SPD Wenden zum Jahreswechsel.
Fraktionschef Robert Dornseifer ging auf zwei Schwerpunkte der
Kommunalpolitik ein. Es sei vor drei Jahren richtig gewesen, einem
interkommunalen Gewerbegebiet mit Olpe eine Absage zu erteilen. Dies
zeige die schwerfällige und langwierige Abwicklung. Dornseifer: „Umso
erfreulicher ist es, dass das Planverfahren des interkommunalen
Gewerbegebietes Osthelde-ner Höhe in Gang kommt. Hier sind wir kein
Juniorpartner, sondern verhandeln mit Kreuztal auf gleicher Augenhöhe."
Dornseifer betonte, ,,dass das Gewerbegebiet nur mit Autobahnanschluss
an A 4/HTS wünschenswert ist und vor allem die Regenentwässerung
gewährleistet sein muss". SPD-MdL Reinhard Jung sagte, bei der
Ostheldener Höhe habe es in Düsseldorf lange „gewaltig gehakt".
Inzwischen gebe es grünes Licht und jetzt seien Kreuztal und Wenden
gefragt.
Sehr positiv sieht die SPD die Bestrebungen, in Wenden eigene
Gemeindewerke zu gründen. Das sei ein ureigener SPD-Antrag, so
Sauermann. Der Gemeinderat hat im November beschlossen, die Errichtung
von Gemeindewerken zu prüfen. Möglich wäre die Gründung eines
Ei-genbetriebs für Strom und Gas ab 2015, wenn die Konzessionsverträge
mit LLK und RWE ausgelaufen sind. Dornseifer: „Gemeindewerke bringen
den Bürgern und der Kommune Vorteile." Sie seien ein weiterer Schritt,
um die wirtschaftlich gut aufgestellte Gemeinde weiter zu stärken.
Sportausschuss-Vorsitzender Lutz Schabelon verwies nicht ohne Stolz
darauf, dass inzwischen alle Sportplätze zu Kunstrasenplätzen ausgebaut
worden seien. Dies habe der Vereinsarbeit neue Impulse gegeben, vor
allem bei der Nachwuchsarbeit. Schabelon: „Teilweise gibt es bis zu 30
Prozent mehr Neuanmeldungen im Jugendbereich."
Erbost ist Schabelon darüber, dass es in Hünsborn seit sechs Monaten
kein Lebensmittelgeschäft mehr gibt, nachdem sich Discounter Aldi aus
dem Einkaufszentrum verabschiedet hat. Der Hünsborner SPD-Politiker
wetterte: „Es ist eine Sauerei, dass es für über 3 400 Einwohner keine
Grundversorgung mehr gibt." Laut Schabelon hat die Gemeindeverwaltung
inzwischen signalisiert, dass eine andere Filialkette Interesse am
Standort Hünsborn hat.
Besonders der Ortsvereins-Vorsitzende Jochen Sauermann sprach aus, was
viele Menschen angesichts der drohenden Rezession beschäftigt: „Die
soziale Gerechtigkeit muss wieder ganz oben stehen. Viele Politiker
leben auf einem anderen Stern, wissen gar nicht mehr, was die Menschen
bewegt. Führungskräfte und die Politiker in Berlin sind schnell dabei,
Milliarden für Banken und Konjunkturprogramme auszugeben. Bei
Rentenerhöhung, Kilometerpauschale, Kindergeld oder Praxisgebühr werden
die gleichen Personen zu Pfennigfuchsern. Ich nenne das unmoralisch",
redete Sauermann Klartext und kündigte Anträge der Wendener SPD in den
verschiedenen Parteigremien an.
Ganz wichtig sei es, die Familienpolitik grundlegend zu reformieren.
„Kindererziehung wird nicht genug gewürdigt und berücksichtigt. Kinder
brauchen in erster Linie elterliche Liebe", so Sauermann. Deshalb müsse
jede Mutter oder jeder Vater die Möglichkeit haben, die Kinder
großzuziehen, egal ob drei, zehn oder 18 Jahre, und dadurch
Rentenansprüche zu erwerben. Sauermann: „Unsere Gesellschaft ist den
Kindern und den Erziehenden verpflichtet." |

Für Gemeindewerke in Wenden: SPD-Fraktionschef Robert Dornseifer (WR-Foto)
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