Jochen Sauermann als Bürgermeisterkandidaten nominiert
Die SPD-Wenden hat für ihre Mitgliederversammlung im Januar 2009 Jochen Sauermann als Bürgermeisterkandidaten nominiert.

Nach Meinung der Sozialdemokraten gehört es zu einer Demokratie, den Wählerinnen und Wählern bei jeder Wahl, die Möglichkeit einer Alternative zu geben, erklärten die stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Astrid König-Ostermann, Ludger Reuber und Jutta Hecken-Defeld.

Dazu der Kandidat der SPD: "Mein Ziel ist es, Bürgermeister zu werden und mit der SPD-Wenden weitere Sitze im Gemeinderat hinzu zugewinnen – wie schon in 2004! Ich sehe dem Wahlkampf mit Peter Brüser sehr gelassen entgegen. In den beiden vergangenen Wahlen sind wir respektvoll und sachlich miteinander umgegangen. Dies wird auch im Jahr 2009 wieder der Fall sein. Nach der Bauchlandung mit dem eigenen Bürgermeisterkandidaten 2004 wundert es mich nicht, dass die CDU 2009 keinen eigenen Kandidaten aufstellt. Beispielhaft zeigen der Gemeinde-Unions-Vorsitzende Johannes Eichert sowie der Sprecher der CDU im Umweltausschuss, Torsten Hilkenbach, zuletzt mal wieder auf, dass Quantität bei der CDU nicht gleich Qualität ist. Von daher kann ich deren Entscheidung gegen einen eigenen CDU-Kandidaten für das Bürgermeisteramt nachvollziehen.

Ich mache mir aber Sorgen um den Stil beim Kampf um die Sitze im Gemeinderat. Hier sind sich einige ‚CDU Größen’, von denen in den letzten Jahren politsch meist wenig zu hören war, für nichts zu schade. Die Leistungen der Wendener SPD schlecht zu reden mit Halbwahrheiten über geleistete Arbeiten oder sogar Ehrenamtler öffentlich zu diffamieren, ist wiederholt zum politischen Stil in der bisherigen Mehrheitspartei geworden. Geht da manchem vielleicht ‚die Muffe’?"

Ludger Reuber betont: "Diffamierungen bzw. Schlechtmachen der Arbeit anderer Parteien sind uns fremd. Wir wollen durch unsere Arbeit für die Menschen die Stimmen der Wählerinnen und Wähler hier in der Gemeinde Wenden gewinnen."

Jochen Sauermann: "Gerade beim Thema Ehrenamt wirft man mir persönlich vor, ich würde diese mit meinem politischen Amt vermischen. Man hat mich indirekt aufgefordert, einige Ämter niederzulegen. Ich frage mich, was passieren würde, wenn dem Ratsmitglied Wolfgang Solbach oder dem 1. stv. Bürgermeister Gerd Müller von einer anderen Partei nahe gelegt würde, sich nicht mehr bei der Freiwilligen Feuerwehr Wenden bzw. im Theater- oder Schützenverein Hillmicke führend zu engagieren? Oder Kunibert Kinkel überdenken solle, seine vielseitigen Tätigkeiten im Vereinswesen zugunsten seiner politischen Arbeit einzustellen? Um nicht missverstanden zu werden, die von mir genannten drei Herren möchte ich an dieser Stelle nicht angreifen, sondern mich ausdrücklich bei ihnen für ihre geleistete Arbeit in den Vereinen bedanken. Das gleiche Verständnis möchte ich aber auch für mich in Anspruch nehmen. Trotz allem freue mich aber auf den Wahlkampf."

Astrid König-Ostermann fügt abschließend hinzu: "Die SPD Wenden wird sich auch in Zukunft um zentrale Aufgaben in der Gemeinde, wie Gewerbegebiete, Gemeindewerke, Schulen und Kindergärten kümmern. Wir stehen natürlich an der Seite der Vereine und Gruppen und selbstverständlich jeder einzelnen Person mit Rat und Tat zur Verfügung. Von diesem Weg lassen wir uns nicht abbringen, auch nicht von Leuten, die gerne kritisieren, aber selbst nichts Vergleichbares zu leisten vermögen."

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