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Sicherstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs im Kreis Olpe |
Offener Brief von Thomas Förderer an Landrat Frank Beckehoff zum Verkauf der VWS
Sehr geehrter Herr Landrat,
bezüglich dem Verkauf der Verkehrsbetriebe Westfalen Süd (VWS)
entnehmen wir der heimischen Presse unter Bezugnahme auf den
VWS-Geschäftsführer Prof. Zemlin, dass ein Verkauf der VWS konkret
vorbereitet wird, ein „unverbindliches Markterkundungsverfahren"
durchgeführt und ein Bieterverfahren eingeleitet wurde.
Ihre öffentliche Äußerung, das „die Überlegungen der Kreis-SPD
hinsichtlich eines Rückkaufs der VWS völlig abwegig sind", kann ich nur
als eine politisch motivierte Meinungsäußerung eines Landrats werten,
dem die Sicherstellung eines bedarfsgerechten und wirtschaftlichen
Busverkehrs völlig egal ist.
Seit dem Verkauf der VWS im Jahr 2005 durch die Kreise Olpe und
Siegen-Wittgenstein hat sich der Busverkehr bei steigenden Fahrpreisen
ständig verschlechtert. Mit diesem Verkauf wurde die Tür dafür
geöffnet, dass die VWS zum Spielball auf dem Markt der Verkehrsbetriebe
wurde. Dafür tragen Sie und das schwarz-grüne Bündnis im Olper Kreistag
die Verantwortung.
Es muss verhindert werden, dass die VWS an einen Käufer verschleudert
wird. Es kann uns nicht egal sein, wer die VWS zu welchen Bedingungen
erwirbt. Mindestens müssen wir im Verkaufsverfahren beteiligt sein, um
mögliche negative Auswirkungen für den Kreis Olpe zu verhindern.
Wir fordern Sie auf, alles Nötige zu veranlassen, damit sich der Kreis
Olpe, ggf. gemeinsam mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein, eine
Rückkaufoption sichert. Wir brauchen verlässliche
Verkehrsbetriebspartner und wollen keine Spielfigur im Monopolyspiel
von Global-Playern sein. Sie tragen Verantwortung für die Belange der
Bürger im Kreis Olpe, insbesondere für die Busnutzer und nicht zuletzt
für die Beschäftigten der VWS, deren Arbeitgeber wir über zig Jahre
waren.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Förderer
(Vorsitzender d. Kreistagsfraktion Olpe)
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