Schabelon: „Partei ist verschaukelt worden"
Kreis-SPD versucht vergeblich Personalienstreit zu schlichten
 
OBERVEISCHEDE. „Auf Bundesebene scheint es so, als würde schon wieder alles glatt gebügelt", kritisierte Jürgen Meise am Dienstagabend in der Kreis-Mitgliederversammlung der SPD im Landhotel Sangermann. Nun: Einige Genossen hätten offenbar am liebsten auch den Zoff vor der eigenen Tür ganz schnell glatt gebügelt „So etwas darf nicht in die Zeitung", meinte Fraktionsmitglied Sabine Borchers zu unserem Exklusivbericht vom vergangenen Freitag über den Personalienstreit um den 2. stellvertretenden Landrat. Wie berichtet, hatte sich die Partei zunächst für den Kreisvorsitzenden Bernd Banschkus ausgesprochen, die Fraktion dann für Gisela Lehwald, die am Montag auch im Kreistag gewählt wurde.
Der Parteiwillen sei nicht ignoriert worden, betonte Fraktionschef Thomas Förderer: „Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Die Partei kann eine Empfehlung abgeben, aber die Entscheidung liegt bei der Fraktion. Wir haben das nicht kaltlächelnd weggedrückt, sondern uns inhaltlich damit auseinandergesetzt. Dann sind wir zu der Entscheidung gekommen, dass sich die Ämter des Kreisverbandsvorsitzenden und des 2. stellvertretenden- Landrates nicht miteinander vertragen." Borchers pflichtete bei. Das sei keine Missachtung der Partei. Allerdings verwies sie auf die Mehrheitsfraktion im Kreistag: „Die CDU kann einen am langen Arm verhungern lassen."
Lutz Schabelon platzte der Kragen: „Die Partei ist verschaukelt worden. Wir haben die Situation, dass wir mit den anderen nur die Gisela durchkriegen. Dann muss man darüber reden und sagen: Bernd bleib' weg. Das hättest du uns in der Sitzung sagen müssen, Thomas. So dämlich hätten wir uns in der Öffentlichkeit nicht darstellen dürfen." Auch Uwe Beul äußerte bezüglich der    Partei-Empfehlung Banschkus sein Befremden, „dafür angeklagt zu werden, dass man so etwas beschließt. Wir dürfen nicht mit Gisela weitermachen. Wir brauchen junge Leute und müssen den Wechsel vollziehen. Jetzt." Zwar müsse man das akzeptieren, doch sei die Entscheidung falsch, so Beul weiter: „Von 13 Kreistagsmitgliedern sind wir jetzt auf 10. Wenn wir das nächste Mal auf 7 kommen, können wir einpacken."
„Die Basis interessiert euch einen Dreck. Wie ein Bastakanzler. Auf dem Parteitag sprechen wir Deutsch", schimpfte Jochen Sauermann in Richtung Kreistagsfraktion. Da stand Klaus Peter Langner auf: „Es darf nicht wahr sein, dass wir auf dem Parteitag dreckige Wäsche waschen. Ich warne davor. Wir sollten den 21. November dazu nutzen, die Partei wieder nach vorne zu bringen. Der Parteitag soll ein Aufbruch sein." Gerade auf dem Parteitag müsse man doch über bestimmte Sachen reden, entgegnete Sauermann: „Das muss ja nicht im Streit sein, sondern sachlich."
„Wer diese Diskussion anängt beim Parteitag, der schadet der Partei", hob schließlich auch Jürgen Meise warnend den Finger. Darauf Jochen Sauermann: „Vielleicht haben die geschadet, die die Beschlüsse so gefasst haben."

Westfalenpost, 05. November 2009

 

Mitglied bei der SPD-Wenden werden

Werden Sie heute Mitglied der SPD und helfen Sie mit, Deutschland zukunftsfähig zu machen. weiterlesen...

Partnerlinks

Hier finden Sie nuetzliche Links und Informationen zu Verbraucherthemen und befreundeten Internetseiten. weiterlesen...

Wetter in Wenden

Das Wetter heute

Suche

Aktionen

Spiel Und Spaß Am Samstag

Ratgeber für Eltern

Medienarchiv

BürgerBus Wenden


Copyright © 2012 RK online Verlag GmbH - NRW-on.de Netzwerk