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Erster Preis für zwei tolle Projekte |
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Ganztagsgrundschule Rothemühle und Realschule Wenden gewinnen
WENDEN. Zwei Sieger gibt es beim Wendener Umweltschutzpreis 2010: die Umwelt AG der Ganztagsgrundschule Rothemühle und die Klasse 6 b der Realschule Wenden.
Der Umweltausschuss hatte in seiner Sitzung am 9. Dezember die Preisträger ermittelt. Dabei wurde einstimmig beschlossen, zwei erste Preise zu vergeben, die jeweils mit einem Preisgeld von 500 Euro verbunden sind. „Dieses Mal hatten die Teilnehmer nur einen Monat Zeit. Die Ergebnisse können sich trotzdem mehr als sehen lassen", lobte Bürgermeister Peter Brüser bei der Preisverleihung im Ratssaal. Schon seit 18 Jahren werde in Wenden der Umweltschutzpreis verliehen. Das Preisgeld von 1000 Euro wurde auch in diesem Jahr wieder von RWE zur Verfügung gestellt. Die Umwelt AG der Ganztagsgrundschule Rothemühle erhielt den 1. Preis für das Projekt „Waldrandgestaltungsmaßnahme nach Kyrill". Nach dem Sturm im Januar 2007 mussten auch in der Gemeinde Wenden viele Waldgrundstücke neu aufgeforstet werden. Unter der Projektleitung von Heidrun Baldus und Heike Ernst haben sich die Kinder der Ganztagsgrundschule Rothemühle mit den damit zusammen hängenden Problemen beschäftigt. Im theoretischen Teil des Projektes stand das „Wie" der. Wiederaufforstung im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit dem Reginalforstamt „Kurkölnisches Sauerland" und unter Anleitung von Revierförster Thomas Reifenrath wurden Überlegungen getroffen, welche Baumarten sich für die Wiederaufforstung am besten eignen. Im praktischen Teil erkundeten die Mädchen und Jungen mit Förster Reifenrath zunächst das zu bepflanzende Waldgrundstück, bevor dann mit insgesamt 1950 Bäumen ein neuer Waldrand angepflanzt wurde. Keine Frage: Das war naturkundlicher Unterricht hautnah. Revierförster Thomas Reifenrath erläuterte den Kindern, die bei dem Projekt Feuer und Flamme waren, die Wiederaufforstungsmaßnahmen.
Die Ergebnisse können sich mehr als sehen lassen. Peter Brüser
Gepflanzt wurden Wildkirschen, Roteichen, Bergahorn und Hainbuchen. Einige der Bäume sollen mit den Namen der Kinder versehen werden. So soll erreicht werden, dass das Projekt für alle Beteiligten in Erinnerung bleibt. Ebenso beachtlich ist das Projekt „Woher kommen unsere Lebensmittel im Hinblick auf Umwelt belastende Transportmittel" der Klasse 6 b der Realschule Wenden mit ihrer Lehrerin Regina Stracke. Die Schülerinnen und Schüler haben sich Gedanken darüber gemacht, welche Wege unsere Lebensmittel zurück legen, bis sie zu uns gelangen. Zur Bearbeitung dieses Themas hat die Klasse 6 b in Kleingruppen die Lebensmittelgeschäfte in Wenden besucht. Die Kinder haben die Betreiber der Geschäfte interviewt und so Daten zu den Transportwegen verschiedener Lebensmittel erhalten. Die gesammelten Daten wurden in Tabellen und Statistiken übertragen und zusammengefasst. Schließlich wurden Landkarten erstellt, auf die die Transportwege der einzelnen Lebensmittel übertragen wurden. Mit viel Liebe zum Detail entstand so eine Plakatserie, die die Kinder bei der Preisverleihung im Ratssaal vorstellten. Sie macht deutlich, dass einige Lebensmittel aus der heimischen Region und benachbarten Gebieten stammen. Viele andere müssen jedoch mit Flugzeugen oder Schiffen über zum Teil enorm weite Strecken zu uns gebracht werden. Für den musikalischen Rahmen bei der Verleihung des Wendener Umweltschutzpreises 2010 sorgte das Jugendorchester des Musikvereins Gerlingen unter Leitung von Guido Simon.
 Für ihr Projekt „Waldrandgestaltung nach Kyrill" erhielt die Umwelt AG der Ganztagsgrundschule Rothemühle den Umweltschutzpreis 2010 der Gemeinde Wenden. Foto: Roland Vossel
Westfalenpost; Westfälische Rundschau 23.12.2010
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