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Wenden. Die SPD-Wenden unterstützt aktiv die Herbstaktionen des DGB ‚Deutschland in Schieflage’. „Die Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise werden auf den Schultern der kleinen Leute abgeladen. Restriktive Sparprogramme, Kürzungen der Sozialleistungen, Einschnitte in öffentliche Daseinsvorsorge und das Bildungssystem verschlechtern die Lebens- und Arbeitsbedingungen. Statt guter und gerecht bezahlter Arbeit drohen die soziale Ordnung und der Schutz der arbeitenden Menschen verloren zu gehen. Deshalb brauchen wir gute Arbeit, starke öffentliche Leistungen, gutes Auskommen im Alter, ein solidarisches Gesundheitssystem sowie qualifizierte Bildung und Ausbildung“, so der Vorsitzende der SPD-Wenden, Jochen Sauermann. „Deswegen können wir die Forderungen der Gewerkschaften nur unterstützen.“
Wir fordern:
Gute Arbeit für alle und Schluss mit dem Missbrauch von Leiharbeit.
Schluss mit der falschen Sparpolitik in Bund und Ländern zu Lasten der Menschen.
Ein gutes Auskommen im Alter, flexible Übergänge in den Ruhestand, eine bessere Erwerbsminderungsrente und die Rücknahme der Rente und Pensionen ab 67, weil die jetzige Regelung in der Praxis eine Rentenkürzung bedeutet.
Ein gutes Gesundheitssystem für alle und keine Zwei-Klassen-Medizin. Die Arbeitgeber müssen sich wieder gleichberechtigt an der Finanzierung beteiligen.
Für jeden Jugendlichen eine qualifizierte Ausbildung, Übernahme in den Betrieben, mehr und bessere Weiterbildung und die Streichung aller Bildungsgebühren von der Kita bis zur Hochschule.
Beim Thema Bildung ist es uns sehr wichtig, zum Wohle der Kinder ein gemeinsames Konzept mit allen Beteiligten zur Sicherung des Schulstandortes Wenden zu entwickeln. Die zahlreichen Anfragen auch von mehrheitlich CDU‑regierten Kommunen zur Einführung einer Gemeinschaftsschule zeigt, dass hier in absehbarer Zeit etwas geschehen muss“, betont Jochen Sauermann.
„Aus unserer Sicht bedeutet längeres gemeinsames Lernen auch mehr individuelle Förderung. Das zukünftige System sollte mehr Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schulformen zulassen - insbesondere von ‚unten nach oben’. Wir wollen keine Einheitsschule. Jedes Kind soll nach seinen Fähigkeiten die für es optimalen Bedingungen vorfinden. Dies gilt auch für die Besserbegabten. Wir können auf kein Talent und auf keinen jungen Menschen verzichten. Nicht zuletzt wäre dies ein Standortvorteil für die Gemeinde Wenden“, so Fraktionsvorsitzender Stephan Niederschlag.
„Diejenigen, die unter längerem gemeinsamem Lernen eine Verlängerung der Grundschulzeit verstehen, haben sich nicht mit dem Thema auseinander gesetzt. Die Grundschulen gerade in der Gemeinde Wenden leisten bis zur vierten Klasse hervorragende Arbeit. Das gemeinsame Lernen soll in den fünften und sechsten Klassen in einer Gemeinschaftsschule stattfinden, wenn dies der Elternwille ist, so auch unser Antrag an die Gemeinde Wenden“, ergänzte Jochen Sauermann. „Wir bitten ausdrücklich darum, diesen Antrag nicht durch die ‚parteipolitische Brille’ zu betrachten. Wir sind für eine vorurteilsfreie Wertung und Auseinandersetzung mit unserem Antrag dankbar“, so Stephan Niederschlag. „Der gemeinsame Beschluss in der Haushaltsdebatte, in dem einvernehmlich vereinbart wurde, dass man sich nach der Landtagswahl ergebnisoffen mit der schulpolitischen Perspektive des Schulzentrums beschäftigt, war für die SPD-Wenden ein sachlicher Einstieg in das Thema.“
Die Vertreter der SPD-Wenden begrüßten die von der neuen Landesregierung eingeräumte Wahlfreiheit der Gymnasien, das Abitur nach acht oder neun Jahren zu machen. „Ich habe hier eine ganz persönliche Meinung. Ein Kind muss die Chance haben, auch Kind zu bleiben. Das Turbo-Abi belastet vor allen Dingen die jungen Besucherinnen und Besucher der Gymnasien. Für Wenden kommen außerdem noch erhebliche An- und Abfahrtszeiten hinzu“, erklärt Jochen Sauermann.
Bei dieser Gelegenheit weisen wir auf unseren Beschwerdetag am Samstag, den 4. Dezember, hin. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, ihre Anliegen und Anregungen vorzubringen. Gleichzeitig machen wir auf die Informationsveranstaltung am 15. November im Gasthof Scherer in Schönau aufmerksam, die sich mit den Themen Missbrauch der Leiharbeit und den rechtlichen Bestimmungen bei sog. Minijobs bzw. 400-Euro-Jobs befasst.
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