SPD will eine Gesamtschule Ludger Reuber: Endlich in Wenden Abi machen

Westfalenpost; Westfälische Rundschau 30.12.2011

Von Roland Vossel
Wenden.

„Wir fordern eine Gesamt­schule. Dann gibt es auch in Wenden endlich die Mög­lichkeit, Abitur zu machen“, sagt Ludger Reuber. Der SPD-Ratsherr gehört dem interfraktionellen Arbeitskreis an, der sich in Wenden mit der Schulpolitik befasst. Die Wendener Genossen hatten schon früh eine Gesamtschule favo­risiert. Nach den Erkenntnis­sen im Arbeitskreis ist man sich nun ganz sicher. Damit ziehen SPD und Grüne (wir berichteten) an einem Strang in Richtung Gesamtschule am Konrad-Adenauer-Zentrum. Die Entscheidung für Wen­den nach dem Auslaufen von Haupt- und Realschule soll zwischen Gesamt- und Sekun­darschule fallen, wobei die neue Schulform frühestens ab dem Schuljahr 2013/2014 ein­gerichtet wird. Am 10. Januar trifft sich erneut der interfrak­tionelle Arbeitskreis. Der Arbeitskreis unter Lei­tung des Schulausschuss-Vorsitzenden Ludger Wurm (CDU) hat sich bereits mehr­heitlich für eine Gesamtschule in Wenden ausgesprochen.

Zur Arbeit des aus Mitgliedern der vier Fraktionen sowie Ver­tretern aus Lehrer- und Eltern­schaft sowie Schulaufsicht be­stehenden Gremiums gehörte auch ein Besuch vor Ort in der Berta-von-Suttner Gesamt­schule Siegen. „Das hat mich beeindruckt. Schwache Schüler erhalten dort Hilfe von stärkeren Schü­lern. Der Zusammenhalt ist groß in der Gesamtschule. Es geht darum, dass jedes Kind mitkommt“, betont Ludger Reuber. Der stellvertretende Schulleiter, Wolfgang Rohle­der, habe dem Arbeitskreis mitgeteilt, dass viele Kinder erst nach dem 6. Schuljahr „durchstarten“. Deshalb sei die Durchlässigkeit an der Ge­samtschule besonders wichtig
. Zudem habe Rohleder mitge­teilt, dass nach der G 8-Einführung die Anmeldezahlen von Schülern mit gymnasialer Empfehlung an der Gesamt­schule in Siegen gestiegen sei­en. „Ein Abi vor Ort heißt für unsere Kinder, weniger Stress und kürzere Zeiten“, meint auch Wendens SPD-Vorsitzender, Jochen Sauermann. Nun steht bald die Befra­gung der Eltern nach der ge­wünschten neuen Schulform in Wenden an. „Wir werden in der Haushaltsdebatte fordern, dass nicht nur die Eltern der Kinder im 3. und 4. Schuljahr, sondern auch die des 1. und 2. Schuljahres und der Kinder im Kindergarten befragt werden“, so Ludger Reuber. Und: „Wir wollen alle Eltern mitnehmen, wenn es um die Einführung einer neuen Schulform in Wenden geht“.

 

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